Heute vor
genau zwei Jahren sind wir in Buenos Aires gelandet, um unser argentinisches
Abenteuer zu starten. Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist,
und es kommt mir wie gestern vor, dass wir uns von Barcelona verabschiedet
haben, ein letztes Mal im Port Olimpic essen waren und ich den letzten
Blogeintrag geschrieben habe, bevor wir ins Flugzeug gestiegen und hier
herübergeflogen sind. Nun ja, es war auch gestern, nur eben 2010.
Um den
Jahrestag gebührend zu feiern sind wir gestern zum Essen in die Stadt gefahren,
nur haben wir uns diesmal statt für Fisch für Rind entschieden. Wir sind ins La
Brigada, das berühmte Parilla-Restaurant in San Telmo, das wir noch nicht
ausprobiert hatten, das uns aber von einem deutschen Kollegen empfohlen worden
war. Es ist sogar sein Lieblingsrestaurant in Buenos Aires, und da er Ende der
Woche nach fünf Jahren in Argentinien nach Deutschland zurückzieht, war die
Wahl eigentlich ziemlich passend.
La Brigada mit
seinem stimmungsvollen Interieur, den Fußball-Shirts an der Decke und den
Bildern berühmter Gäste an den Wänden verdient das hohe Lob durchaus. Der
Service war ausgezeichnet und sehr aufmerksam – ich habe noch nie so viele
geschäftige Kellner in Aktion gesehen, die zugleich eine unglaublich angenehme
und ruhige Atmosphäre geschaffen haben. Und das Essen, vor allem das Fleisch
war 1A. Ja, sie schneiden tatsächlich das Fleisch mit dem Löffel, um die
phantastische Qualität zu demonstrieren.
Zufrieden
mit unserer Wahl für den zweiten Jahrestag und voll des guten Essens und ein
wenig Malbecs, kletterten wir anschließend in unseren Wagen und kehrten in die
Provinz zurück. Und während wir die Avenida 9 de Julio entlang am Obelisken und
dem Teatro Colon vorbeifuhren, ein wenig später an der Costanera und dem
Stadtflughafen vorbeikamen und schließlich im ruhigen, grünen Martinez angelangten,
kam uns Barcelona und das Leben in Deutschland sehr, sehr weit weg vor. Ja, die
letzten beiden Jahre sind wie im Flug vergangen, aber irgendwie haben wir uns
auch schon an das Leben in dieser verrückten Stadt gewöhnt und sind gespannt, was das nächste Jahr für uns bereithält.
Ich halte
euch auf dem Laufenden.
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