28 October 2012

Zweiter Jahrestag in BsAs


Heute vor genau zwei Jahren sind wir in Buenos Aires gelandet, um unser argentinisches Abenteuer zu starten. Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist, und es kommt mir wie gestern vor, dass wir uns von Barcelona verabschiedet haben, ein letztes Mal im Port Olimpic essen waren und ich den letzten Blogeintrag geschrieben habe, bevor wir ins Flugzeug gestiegen und hier herübergeflogen sind. Nun ja, es war auch gestern, nur eben 2010.

Um den Jahrestag gebührend zu feiern sind wir gestern zum Essen in die Stadt gefahren, nur haben wir uns diesmal statt für Fisch für Rind entschieden. Wir sind ins La Brigada, das berühmte Parilla-Restaurant in San Telmo, das wir noch nicht ausprobiert hatten, das uns aber von einem deutschen Kollegen empfohlen worden war. Es ist sogar sein Lieblingsrestaurant in Buenos Aires, und da er Ende der Woche nach fünf Jahren in Argentinien nach Deutschland zurückzieht, war die Wahl eigentlich ziemlich passend.

La Brigada mit seinem stimmungsvollen Interieur, den Fußball-Shirts an der Decke und den Bildern berühmter Gäste an den Wänden verdient das hohe Lob durchaus. Der Service war ausgezeichnet und sehr aufmerksam – ich habe noch nie so viele geschäftige Kellner in Aktion gesehen, die zugleich eine unglaublich angenehme und ruhige Atmosphäre geschaffen haben. Und das Essen, vor allem das Fleisch war 1A. Ja, sie schneiden tatsächlich das Fleisch mit dem Löffel, um die phantastische Qualität zu demonstrieren.

Zufrieden mit unserer Wahl für den zweiten Jahrestag und voll des guten Essens und ein wenig Malbecs, kletterten wir anschließend in unseren Wagen und kehrten in die Provinz zurück. Und während wir die Avenida 9 de Julio entlang am Obelisken und dem Teatro Colon vorbeifuhren, ein wenig später an der Costanera und dem Stadtflughafen vorbeikamen und schließlich im ruhigen, grünen Martinez angelangten, kam uns Barcelona und das Leben in Deutschland sehr, sehr weit weg vor. Ja, die letzten beiden Jahre sind wie im Flug vergangen, aber irgendwie haben wir uns auch schon an das Leben in dieser verrückten Stadt gewöhnt und sind gespannt, was das nächste Jahr für uns bereithält.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

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