Every person has a different way of dealing with changes and getting used to new living circumstances. For the husband it seems to be the emergency visit to the dentist – in most cases before we had the chance to ask around for good doctors and emergency numbers.
This makes the whole thing sound like loads of fun, which it wasn’t. Especially not for hubby, poor man, who woke up last weekend with a toothache in one of his molars. And after a nightmarish experience with an infected root canal on one of his ski holidays a couple of years ago where he spent a sleepless night in extreme pain, had the tooth pulled out in an emergency surgery and suffered through an eight hours drive home from Munich to Mainz, popping a pain killer every half an hour, he was not amused by the current prospect.
Especially not after surfing the net for the right number and trying to call various on-duty surgeries, but only ending up on their answering machines. Luckily, we at some point remembered that we had just received a card for our local healtcare plan with a phone number, which lead to a friendly person who gave us directions to three dental clinics in our neighboorhood that where supposed to be on-call during the weekend.
At least, we didn’t have to drive very far and the wait wasn’t too long. And the young doctor at the clinic prescribed some painkillers and antibiotics for the infected root canal – yes, another one. Oh, and she took an x-ray, told the husband that she couldn’t help him any further and gave him the advice not to muck about with the problem for too long, but make an appointment with another dentist a soon as possible. No, not with them, since they were booked out solid until Christmas.
Well, the antibiotics helped over the weekend, and he managed to get an appointment with a recommended German dentist for last Monday. They had to do another x-ray, but with a bit of luck, the whole thing might be solved with two more sessions at her surgery and without the patient having to cancel two important business trips to Colombia and Mexico.
I do keep my fingers crossed for him, especially since I feel bad about this post. Perhaps it really sounds a bit to nonchalant for a story about toothache. And it’s all very well for me to laugh. The husband valiantly tested the waters – even if involuntarily - and I am now the lucky bastard who has the number of a German speaking dentist and the emergency clinic handy should I ever need it.
Jeder Mensch hat so seine eigenen Rituale, mit Veränderungen umzugehen und sich an neue Lebensumstände zu gewöhnen. Für den Gatten scheinen diese der Besuch beim Zahnarzt-Notdienst zu sein. Meistens, bevor wir die Gelegenheit hatten, uns nach guten Ärzten und Notfallnummern zu erkundigen.
Das klingt jetzt so, als wäre die Sache ein Riesenspaß gewesen, was wirklich nicht der Fall war. Am allerwenigsten für den Gatten, den armen Kerl, der letztes Wochenende mit Schmerzen im hinteren Backenzahn aufwachte. Und nach einem alptraumhaften Erlebnis mit einer entzündeten Zahnwurzel während eines Skiurlaubs vor ein paar Jahren, bei dem er eine schlaflose Nacht mit schrecklichen Schmerzen zubrachte, sich den Zahn in der Notfallpraxis ziehen lassen musste und anschließend acht Stunden von München nach Mainz im Stau stand und dabei jede halbe Stunde eine Schmerztablette einwarf ... nun, nach dieser Sache war er von den jetzigen Entwicklungen nicht unbedingt angetan.
Vor allem nicht, nachdem er im Internet ewig nach der richtigen Telefonnummer gesucht und bei zahlreichen Praxen angerufen hatte, die ihn jedoch immer wieder nur mit ihrem Anrufbeantworter verbanden. Zum Glück fiel uns irgendwann ein, dass wir ja just die Karte für unsere lokale Krankenversicherung erhalten hatten, auf der eine Telefonnummer abgedruckt war. Unter der erreichten wir einen netten Menschen, der uns die Adresse von drei Zahnkliniken in unserer Nähe gab, die am Wochenende Notdienst hatten.
Wenigsten mussten wir nicht weit fahren und auch nicht lange warten. Und die junge Ärztin verschrieb Schmerzmittel und Antibiotika für seine entzündete Zahnwurzel – ja, schon wieder eine. Ach ja, und sie machte ein Röntgenbild, teilte dem Gatten mit, dass sie ansonsten nichts für ihn tun könne, und gab ihm den guten Rat, die Sache nicht zu lange zu verschleppen, sondern so schnell wie möglich einen Termin bei einem Zahnarzt auszumachen. Nein, leider nicht bei ihnen, da sie bis Weihnachten ausgebucht seien.
Nun, die Antibiotika brachten den Patienten gut über das Wochenende, und er hatte letzten Montag bereits einen Termin bei einer empfohlenen deutschen Ärztin. Das Röntgenbild mussten sie gleich noch einmal machen, aber mit ein bisschen Glück lässt sich die ganze Sache in zwei weiteren Sitzungen in ihrer Praxis lösen, ohne dass er zwei wichtige Geschäftsreisen nach Kolumbien und Mexiko absagen muss.
Ich drücke ihm ganz besonders fest die Daumen, denn ich habe irgendwie ein schlechtes Gewissen wegen dieses Posts. Klingt das nicht doch ein bisschen zu lässig für eine Geschichte über Zahnschmerzen? Ich habe schließlich gut lachen. Der Gatte hat tapfer das Versuchskaninchen gespielt (wenn auch unfreiwillig), und ich habe nun das unverschämte Glück und kenne die Telefonnummern von einer deutschsprechenden Zahnärztin und einer Notfall-Zahnarztpraxis, falls ich sie mal benötige.
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